Sport und Jugendgemeinschaft Ansbach

ÖSBER GONSER LAUF 2019 

 

• 131 Aktive aller Altersklassen haben am Sonntag beim sechsten Ösber-Gonser-Lauf in Ansbach mitgemacht. Damit wurde der Melderekord aus dem Vorjahr (207) zwar klar verpasst, doch die Qualität der Wettbewerbe war mit der Teilnahme zahlreicher Spitzenläufer besser als bei den lokalen Stadtläufen.

  

Hauptlauf, 7,5 Kilometer:

Männer: 1. Filimon Habtemikael (LG Karlstadt-Gambach-Lohr) 25:06 Minuten, 2. Johannes Moldan (SV 05 Würzburg) 26:24, 3. Christoph Oehrlein (Biketeam Calor) 27:10.

 

Frauen: 1. Sarah-Lena Hofmann 32:43, 2. Verena Ibel (beide RVV Wombach) 34:27, 3. Tamina Preuß (ohne Verein) 34:37.

 

Jedermann-Lauf, 4,5 Kilometer:

Männer: 1. Michael Amann (LG Lohr) 17:05, 2. Andreas Mergler (SV Würzburg) 17:18 3. Patrick Wenzl (RVV Wombach) 17:56.

 

Frauen: 1. Verena Ibel (RVV Wombach) 20:21, 2. Uli Fischer 21:46, 3. Andrea Schwehla (beide ohne Verein) 22:02.

 

Bambini-Lauf, 450 Meter:

Jungen: 1. Kilian Schönfeld (LG Lohr) 1:53, 2. Lucas Lang 2:05, 3. Leano Behl (beide Kindernest Ansbach) 2:06.

 

Mädchen: 1. Teresa Erhart (Kindernest Ansbach) 2:02, 2. Julia Wiesner (SV Hausen-Rohrbach) 2:14, 3. Frieda Wundes (Kindernest Ansbach) 2:20.

 

Schülerlauf, 1,4 Kilometer:

Jungen: 1. Jonah Foh (SV Steinfeld) 5:19, 2. Jonas Winkler 5:30, 3. Lars Behr (beide SJG Ansbach) 6:01.

 

Mädchen: 1. Emma Danneker (ohne Verein) 5:40, 2. Amelie Rauch (ESV Gemünden) 5:58, 3. Maral Wenzl RVV Wombach) 6:02.

 

 

 

• Für Ortsunkundige mutet der Name des Ösber-Gonser-Laufes seltsam an. Laut Mitorganisator Michael Weyer heißt Ansbach im Volksmund Osbi. Die Ösber Bürger werden seinen Angaben nach alle Gonser genannt, weil es früher viele Gänse in Ansbach gab und sich die Kinder auf dem Weg in die Schule mit Stecken gegen deren Angriffe wehren mussten.

 

• »Ich habe nicht mehr gewusst, dass es hier so viele Hügel gibt«, sagte Frauensiegerin Sarah-Lena Hofmann (RVV Wombach). Nach einer längeren Sommerpause war es der erste Start der ehemaligen Radrennfahrerin: »Es war gut und anstrengend.«

 

• Nicht genug vom Laufen bekommen offenbar Verena Ibel (RVV Wombach), Sebastiano Ilardi und Michael Amann (alle LG Lohr-Rechtenbach). Alle drei absolvierten um 14.15 Uhr erfolgreich den Jedermann-Lauf und um 15 Uhr den Hauptlauf, bei dem sie ebenfalls top waren.

 

Filimon Habtemikael hat seinen Streckenrekord knapp verpasst

Seinen Streckenrekord aus dem Vorjahr hat Habtemikael nach 25:06 Minuten zwar um elf Sekunden verpasst. Doch zufrieden ist er allemal. Denn innerhalb von acht Tagen hat der spindeldürre Läufer seinen dritten Sieg gefeiert. Zunächst gewann er am 31. August den Erfurter Stadtlauf über zehn Kilometer, dann am Freitag den Erlanger Nachtlauf über 11,4 Kilometer und nun den Wettbewerb im Rodener Ortsteil. Sein Vorsprung auf die nächsten Verfolger, Profi-Triathlet Johannes Moldan (SV 05 Würzburg, 26:24) und Christoph Oehrlein (Biketeam Calor, 27:10) war groß.

 

 

Klaus Werthmann

»Wettkämpfe sind das beste Training«

Johannes Moldan (SV 05 Würzburg) ist Profitriathlet und hat zum zweiten Mal in Folge beim Ösber-Gonser-Lauf in Ansbach den zweiten Platz belegt. Unser Mitarbeiter Kaus Werthmann stellte dem 31-jährigen Wertheimer nach dem Rennen drei Fragen.

 

Herr Moldan, warum starten Sie als Triathlon-Profi bei kleineren Läufen wie in Ansbach?

Moldan: Wettkämpfe sind das beste Training. Ich kann ohne großen Aufwand anreisen und etwas für die Spritzigkeit und Tempohärte tun. Die Strecke hier in Ansbach ist richtig schwer, es war ein geiles Training.

 

Sie haben eine durchwachsene Saison mit Verletzungsproblemen hinter sich.

Nehmen Sie heuer noch an Triathlons teil?

 

Moldan: Ja, auf jeden Fall, ich bin noch nicht satt. Am 24. Oktober fliege ich nach Marokko, wo ich drei Tage später beim Halb-Ironman in Marrakesch starte. Im November geht zu einem Rennen in Thailand. Die Vorbereitung für die beiden Wettkämpfe absolviere ich in der Heimat, unter anderem mit der Teilnahme an weiteren Laufwettkämpfen wie voraussichtlich in Rechtenbach (Anmerkung der Redaktion: Glasmacherlauf, 21. September) und am Messe-Lauf in Wertheim (5. Oktober), bei dem ich gefühlte zehn Jahre nicht mehr am Start war.

 

Wie ist das Leben als Triathlon-Profi?

Moldan: Ich bin kürzlich mit Normann Stadler (Anmerkung der Redaktion: ehemaliger Triathlet aus Wertheim-Dörlesberg, Hawaii-Ironman-Sieger 2004 und 2006) wieder einmal Rad gefahren. Er hat gesagt, dass er heute kein Profi sein möchte. Die Konkurrenz ist sehr hart und internationaler geworden, das Leistungsniveau und die Leistungsdichte sind enorm. Zu Normanns Zeiten war das überschaubarer. Einen schlechten Tag kann ich mir im Grunde nicht mehr leisten, da landest du schnell weit hinten. Sponsoren zu finden, wird immer schwerer, es ist nicht leicht, vom Triathlon zu leben. 

 

@Quelle Main-Echo

 

 

 

 

  

 

Impressionen vom 6. Ösber Gonser Lauf ( Ernst Huber)

 

 

 

 

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